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Test
 



Sie erfolgte dieses Mal problemlos ohne Abstecher Richtung Türkei wie voriges Jahr. Der Abflug erfolgte am 27.5. morgens pünktlich ab Dresden und mittags gabs schon des erste Zagorka am Sonnenstrand. Als positiv empfand ich, dass ITS beim Transfer sowohl zum als auch vom Hotel einen Reisebegleiter mitgeschickt hat.  

Der Sonnenstrand



Horst und ich in der Minibahn

Der Schaffner, ein Fan von Bayern München


Wir waren im Laguna Park untergebracht. Dieses ist ein klasse Hotel in einer eher ruhigen Lage. Trotzdem waren wir in wenigen Minuten an den für uns wichtigen Brennpunkten, nämlich dem Biergarten des Hotel Mercury und der Bar Malibu. Zum Strand war es auch nicht weit.

Das Hotel verfügt über eine schöne Poolanlage mit einem kleinen Park. Auch der Innenbereich ist großzügig angelegt und lädt zum Verweilen ein. Die Zimmer sind groß und modern eingerichtet (Klimaanlage, Satellitenfernsehen usw.) Das Bad ist groß mit abgeteilter Dusche und Trennwand. Also keine Rede von überschwemmtem Badezimmer oder am Körper klebendem Duschvorhang!











Der Service war absolut in Ordnung. Alle waren immer freundlich, ob an der Rezeption, an der Pool- oder Lobbybar, ob im Speiseraum oder sonst wo. Die Zimmereinigung war gut, die Handtücher wurden täglich gewechselt, die Bettwäsche mehrmals in den drei Wochen unseres Aufenthaltes.

Da das Hotel zu ITS gehört, waren so gut wie alle der deutschen Sprache mächtig.


Mies war nur eines: Eine deutsche Touristin, die sich im Speisesaal benahm, als hätte sie ihre Kinderstube in Siebenmeilenstiefeln ohne längeren Aufenthalt durchschritten. Musik ist sicherlich Geschmackssache. Und ob ich morgens im Speisesaal „Oh mein Papa“ hören muss, sei dahingestellt. Aber deswegen in einem äußerst rüden Tonfall eine Kellnerin anzumachen, die damit beschäftigt war, die Tische abzuräumen, das ist unter aller Sau! Wenn Deutsche im Ausland einen schlechten Ruf haben, dann sind solche Tussis daran schuld. Womit ich ausdrücklich nicht die Kellnerin meine.


Als es buchstäblich um Leben und Tod ging, da zeigte sich der Superservice des Hotels. Was ist passiert? Wir waren zu viert angereist. Schon nach wenigen Tagen erlitt ein Mitreisender nachts heftiges Magenbluten mit Erbrechen. Die Rezeption reagierte umgehend. Schon nach zehn Minuten waren mitten in der Nacht Arzt und Dolmetscherin zur Stelle. Und ohne weitere Umstände wurde unser Kumpel ins Krankenhaus nach Burgas gefahren. Arzt und Dolmetscherin waren natürlich mit dabei.

Und dabei blieb es nicht! Jeden Tag fuhr die Dolmetscherin wie selbstverständlich mit der Ehegattin ins Krankenhaus. Auch die Rezeption war sehr bemüht. Und die ITS-Reiseleitung hat sich mächtig ins Zeug gelegt. Der Sohn war auf eigene Faust angereist um seine Mutter zu unterstützen. Die Reiseleitung hat allen Dreien einen Rückflug ermöglicht. Und auch danach wollten alle ständig informiert werden. Ich werde morgen etliche Faxe nach Bulgarien schicken müssen. Unser Freund war eben nicht nur eine Nummer für sie, sie waren auch dann noch menschlich interessiert, als sie gar keine Verantwortung mehr für ihn trugen.

Wenn man in einer echten Notlage auf tatkräftige Hilfe trifft, dann hat man für Gewäsch über angeblich inkompetentes Rezeptionspersonal, das vielleicht nicht jeden gewünschten Zimmerwechsel ermöglichen kann, nur noch ein Kopfschütteln übrig. Als ob das wirklich wichtig wäre!

Ach ja, Inkompetenz zeigte sich dann doch noch. Allerdings erst in Deutschland. Obwohl die „Arroganzversicherung“ informiert worden war, stand weder bei der Zwischenlandung in Frankfurt/Main noch bei der Landung in Leipzig/Halle für den Patienten ein Rollstuhl zur Verfügung. Hoffentlich sind Sie nicht arroganzversichert! In Burgas war das selbstverständlich anders als in der Servicewüste Deutschland.


Wenn das Essen das übrige Niveau des Hotels erreichen würde, wäre das Laguna Park wohl unschlagbar. Es hat nicht wirklich schlecht geschmeckt, und die Auswahl war auch recht groß. Aber alles war irgendwie ohne Pep, auf nichts hat man sich wirklich gefreut. Wir haben am Anfang zwar häufiger dort gefrühstückt, zu Abend gegessen habe ich dort allerdings nur zweimal. Uns war es egal, wir hatten nur Frühstück gebucht, bekamen aber als „Umgebuchte“ das Abendessen kostenlos. Es zeigte sich wieder einmal mehr, wer kann, sollte am Sonnenstrand möglichst ohne Verpflegung buchen.


Ich habe schon in meinem Bericht über unseren Urlaub 2004 eine Lobeshymne auf den Biergarten des Mercury angestimmt. Und wieder haben wir dort einen wunderschönen Urlaub verbracht. Die Preise sind übrigens geblieben. 80 Stotinky für 0,3 l Bier.

Gleich am zweiten Abend schauten wir im Mercury vorbei. Kaum hatten wir das Foyer betreten, tönte schon ein lautes „Manfred!“ durch die Halle. Der Chef persönlich hatte mich erkannt und freudig begrüßt. Ich unterhielt mich kurz mit ihm, dann mit Simeon. Meine Freunde begrüßten unterdessen andere alte Bekannte. Dann erspähte ich Milena, die „Chefin“ vom Speisesaal. Als ich sie begrüßte, fiel sie mir gleich um den Hals und zerrte mich in die Küche, um mich den anderen zu zeigen.


Und jetzt ging es in den Biergarten. Dabei war dieser noch gar nicht offiziell eröffnet, Snescha und Toschko räumten noch ein. Sie kannten wir schon vom vorigen Jahr und die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten riesengroß. Und dürsten mussten wir natürlich auch nicht!

Snescha



Toschko

Toschko, Snescha  und ich


Snescha und Milena


Zwei Tage später ging es dann los. Auch die Crew um den Küchenchef Stefan begrüßte uns mit großem Hallo. Die meisten von ihnen kannten wir auch schon. Leider waren Mini, Dany und Donjo nicht mehr da. Die Fluktuation ist halt sehr groß. Aber keine Angst! Mini haben wir wieder gefunden und wo Donjo demnächst arbeiten wird, wissen wir auch. Beide arbeiten zusammen in einem anderen Hotel, wo wir sie im September besuchen werden. Nur von Dany wissen wir nichts. Wahrscheinlich studiert sie irgendwo.

Die Küchencrew

Stefan

Milena

Chef, Chefin und Chefpudel

Vorne: Nikolai, Snescha, Horst, Toschko und ich     hinten: Milena mit Familie 

Bestellungen am Tresen

Vor allem mit Snescha und Toschko entwickelten wir ein richtig freundschaftliches Verhältnis. Wir sind zusammen ausgegangen und während der Arbeitspausen, wenn keine anderen Gäste zu bedienen waren, setzten sie sich zu uns an den Tisch um mit uns zu plaudern. Wir haben Adressen und Telefonnummern ausgetauscht und Snescha vertraute uns sogar ihre Träume an. Nix da! Die verrate ich nicht! Später kam noch Nikolai dazu.

Snescha, Toschko und ich abends in der Strandbar "Kuhglocke"

Auch dieses Mal hatten wir beim Abschied einen Kloß im Hals. Aber es gab auch Trost: Im Sptember sind wir wieder da!



Da sitzen wir am zweiten Vormittag schon früh im Babylon, um ein wenig zu verschnaufen. Die Kellner dort waren noch gar nicht so richtig auf Arbeit eingestellt. Plötzlich trat eine junge Dame auf uns zu und begrüßte uns mit einem „Hallo, da seid ihr ja wieder!“ Wir guckten hoch und vor uns stand Schenia! Sie hatten wir 2001 in der Bar Karibi kennen gelernt und in jedem Urlaub mehrmals besucht. Sie spricht ausgezeichnet deutsch, weil sie das deutsche Gymnasium in Burgas besucht hat.

Heute ist sie Geschäftsführerin im Malibu. Das ist die Bar zwischen dem Babylon und dem Corner-Pub. Gegenüber dem Sombrero. Auch andere Bekannte aus dem Karibi haben wir dort getroffen. Dani arbeitet als Kellnerin, vorher im Karibi, jetzt im Malibu. Auch Schenias beste Freundin Rosie hat von der Karibi ins Malibu gewechselt. Sie ist für den Außendienst zuständig. Neu kennen gelernt haben wir Antonia. Und natürlich Kostenurka Mimi.

Livemusik im Malibu

Schenia

Schenia und Rosie

Rosie vor dem Sombrero

Dani an der Bar

Dani

Antonia, genannt Toni

Er durfte für uns zapfen

Kostenurka Mimi

Bestellen Sie bloß keine "Boiled Mimi"! Dann werden die Mädels sauer.


Diese liegt hinter der Post neben dem Biergarten des Pelikan. Und hier arbeitete unsere Mini! Der Tipp kam von Snescha. Wir also nichts wie hin. Keine Mini da! Auf Nachfrage erfuhren wir, dass sie jeden Moment kommen muss. Also warteten wir. Und schon nach wenigen Minuten kam sie angetippelt. Als sie uns sah, wurden ihre Augen groß und größer. Gegenseitiges heftiges Begrüßen folgte. Dann habe ich mich mit ihr etwa 20 Minuten auf Bulgarisch unterhalten. Natürlich stockend und mit Hilfe meines Wörterbuches. Ohne dieses wäre ich aufgeschmissen und mein Urlaub nur halb so schön gewesen. Minis Freundin Cinnie arbeitete auch hier. Sie ist ebenfalls sehr nett. Beide haben dann zusammen eine andere Arbeitsstelle angetreten. Der Chef war ganz schön sauer! Aber das Prinzip von Angebot und Nachfrage funktioniert halt in beide Richtungen.

Mini

Mini interessiert sich für digitale Fotoapparate

Cinni und Mini


Diese liegt in der Nähe unseres Hotels, vor dem Krisanthema. Hier haben wir abends unseren Absacker genommen. Die Kellnerin trug Schnabelschuhe, die wir Obufki na malkiat Muck (Schuhe des Kleinen Muck) getauft hatten.

Spanferkel im Lilia

Livemusik im Lilia


Zuerst haben wir uns mit Stefan und Elmar getroffen. Verabredet waren wir im berühmten Biergarten. Da dieser aber noch geschlossen war, hat Stefan uns beim Mercury abgefangen. Erkannt hat er mich wohl an meinem FUT-Shirt. Treffpunkt war dann der Biergarten des Zornitza. Auch hier ist es sehr gemütlich, man kann dort gut sitzen. Es wurden zwei lustige Stunden.


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Das Treffen mit Rilafan kam leider nicht zustande. Vielleicht klappt es ja im September!

Im White House trafen mein Kumpel Horst und ich dann auf Reinhard und seine Frau. DJ Veledino glänzte durch Abwesenheit. Wir haben interessante Gespräche geführt und ich konnte endlich meine Wettschulden bezahlen. Die beiden haben wir noch mal in der Passage des Mercury getroffen, als sie verzweifelt nach irgendwelchen Zigaretten suchten.





Auch dieses Jahr haben wir uns nicht nur in Kneipen rumgetrieben und den Mädels schöne Augen gemacht.


Mit dem Bus ging es ins Rosental und ins Rosenmuseum. Dort haben wir Rosenlikör getrunken (nicht mein Fall) und Rosenmarmelade gekostet. Die schmeckt ganz gut, ich habe gleich ein Glas mitgebracht.

Malende Kinder im Rosenmuseum

Dann fuhren wir weiter zur trakischen Grabanlage. Es war dort alles voller Kinder, schließlich war Weltkindertag.



l

Und dann begann für mich der Höhepunkt des Ausfluges. Es ging zur Gedächtniskirche in Schipka und zum Schipkapass. Dort wurde eine der Entscheidungsschlachten im russisch-türkischen Krieg geschlagen. Etwa 3.000 bis 4.000 Russen und Bulgaren stemmten sich erfolgreich den etwa dreißigtausend Türken entgegen. Zur Erinnerung an diesen für die Bulgaren so überaus wichtigen Sieg wurde auf dem Pass ein Denkmal und im Dorf Schipka eine Kirche errichtet. Deren Kuppeln wurden vor ein paar Jahren vergoldet. Das Gold hat Russland gespendet.

Gedächtniskirche im Dorf Schipka





Das Denkmal auf dem Schipkapass



Da der Tourverlauf genauso war wie 2004, stelle ich nur ein paar Fotos ein. Wir haben es jedenfalls nicht bereut, den Ausflug ein zweites Mal gemacht zu haben. 

Reiseleiter Dimo (r.) und Busfahrer Iwan

Aufenthalt in Borovetz: Zwei junge Damen aus Swerdlowsk, Iwan, mein Kumpel Horst und Dimo

"Der Apostel der Freiheit Wasil Lewski kam im Jahre 1871 in die Stadt Camokov, um ein Revolutionskomitee zu gründen. Er versteckte sich im Kloster Dewitschestki."


Das Rilakloster








Erst deutete sich ein Problem an. Termin war der 16.6. Für den 17.6. waren die Rückflugunterlagen schon da, für unseren Termin jedoch noch nicht. Am 15.6. wussten wir dann Bescheid. Flug über Hannover nach Leipzig. Also wie geplant. Als wir dann im Flieger saßen, wurde uns die Verzögerung klar. Wir waren weniger als 40 Passagiere! Vermutlich hat ITS überlegt, ob der Flug überhaupt stattfinden sollte. In Leipzig waren wir dann weniger als 30 Rückflugpassagiere. So dauerten Zollkontrolle und Kofferholen zusammen weniger als zehn Minuten!  


Notwendige Kommunikationsmittel


Als wir das erste Mal die Bar Lilia betraten, ergab sich folgender Wortwechsel mit den Kellnerin Nadja:

Dober den! Dober den! Twe malki biri molja. Sapowjadeite! Blagodarja! Das heißt: Guten Tag! Guten Tag! Zwei kleine Bier bitte. Bitteschön! Danke!

Also zehn Wörter und alle auf Bulgarisch. Nadja war verwirrt. Dass wir keine Bulgaren waren, konnte sie wohl hören. Sie fragte uns dann auf Bulgarisch, ob wir Russen oder Polen wären. Hinterher war das Gelächter groß.  


Wer kennt das nicht vom Sonnenstrand? Vor fast jeder Bar steht jemand, der einen mehr oder weniger drängend hinein bittet. Diese Leute machen aber auch nur ihren Job, und wir wollen keinen beleidigen. Aber genervt hat es trotzdem. Da fiel mir was anderes ein: Ich sagte dann: Nie sme twörde piani!  Auf Deutsch: Wir sind zu betrunken! Alle lachten, einer sagte "Gute Show" und wir hatten unsere Ruhe. 


Das ist kein Witz! In der Straße hinter der Post gibt es eine englische Kneipe. Dort waren wir einmal drin. Und als ich wie gewöhnlich unsere Biere auf Bulgarisch bestellte, schaute mich die Kellnerin hilflos an. In der Kneipe sprach tatsächlich niemand Bulgarisch. Na ja, zum Bier bestellen reicht mein Englisch noch.


Und zwar jeden Abend. Doch Scherz bei Seite! Dort wurde überall gebaut. Etwa am Sun Palace. Die haben halt täglich ihre 2.000 Lewa Strafe bezahlt und dann weiter gebaut. So wurde uns jedenfalls berichtet. 


Es waren wieder drei schöne Wochen am Sonnenstrand. Wir haben wieder viel vom Land gesehen und nette Leute kennen gelernt bzw. Bekanntschaften vertieft. Wir alle freuen uns schon auf den September! Dann gehts wieder dorthin.





 
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